Am 17.03.2018 sind alle Mitglieder zur Versammlung nach Völklingen eingeladen.

Die Einladung kann hier nachgelesen werden.

Die Rettungskräfte informieren

Es ist wichtig, dass Morbus Bechterew Patienten die Sanitäter über Ihre Krankheit informieren oder einen sichtbaren Hinweis bei sich haben, um eine sachgerechte Behandlung sicherzustellen. Der DVMB-Bundesverband hat zu diesem Zweck ein Notfallmerkblatt erstellt.

 

Über welche Aspekte des Morbus Bechterew sollten Rettungssanitäter informiert sein?

  • Morbus Bechterew ist eine chronische Krankheit. Sowohl jüngere als auch ältere Menschen können davon betroffen sein.
  • Über die Jahre hinweg kann die Wirbelsäule einschließlich des Nackens versteifen, weil die Wirbelgelenke knöchern überbrückt werden und so mehr oder weniger zu einem einzigen langen Knochen zusammenwachsen.
  • Diese Wirbelsäule wird im Krankheitsverlauf spröde und anfällig für eine Fraktur. Selbst durch einen Bagatell-Unfall kann ein Wirbelbruch eintreten. Rettungssanitäter sollten deshalb bei Morbus-Bechterew-Patienten auch dann von einem Wirbelbruch ausgehen, wenn sie normalerweise nicht damit rechnen würden.
  • Solange das Gegenteil nicht bewiesen ist, gilt ein Wirbelbruch als instabil.
  • Viele Morbus-Bechterew-Patienten sind im oberen Bereich der Wirbelsäule verkrümmt. Sie können also nicht flach auf dem Rücken liegen und müssen entsprechend unterlagert werden.

Die DVMB hat im Morbus-Bechterew-Journal 123 ausführlich darüber informiert.

Die DVMB informiert

Vorsicht bei verdeckten Firmeninformationen

Ein wachsendes Problem ist die Tatsache, dass Pharmafirmen s e l b s t zunehmend in die Rolle der Patientenberater schlüpfen z. B. indem Sie Internetseiten bereithalten, Newsletter versenden, Zeitschriften, Broschüren oder Faltblätter zu bestimmten Krankheitsbildern herausgeben. Es handelt sich dabei um eine Form des Marketings, mit dem Ziel Patienten für ein Präparat oder ein Therapieverfahren einzunehmen. Die Einflussnahme reicht dabei bis in die Wartezimmer der behandelnden Ärzte.

Solche Patienteninformationen, die von Firmen gesteuert werden, sind oft nicht leicht zu durchschauen. Deswegen sollten Ratsuchende unbedingt prüfen, wer der Absender / Herausgeber der Information ist. Ein Blick ins „Impressum“ lohnt: Wird hier ausschließlich ein Institut genannt, eine Firma oder eine Agentur, sollte man die dazugehörige Homepage genauer anschauen. Skepsis ist zudem angebracht, wenn nur ein Produkt, ein Wirkstoff oder ein Verfahren besonders hervorgehoben werden und Risiken oder Nebenwirkungen außen vor bleiben.